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Forschung & Bildung

Wettbewerb Neubau landwirtschaftliche Forschungsanstalt Agroscope, Changins

Situation
Das Gelände der Eidgenössischen Forschungsanstalt in Nyon wird durch unterschiedliche Gebäudetypologien geprägt. Kern der Anlage ist das Schloss Changins aus dem 18. Jahrhundert. Das Areal wurde über die letzten vierzig Jahre mit Forschungs- und Schulungsgebäuden für den Weinbau und den Gemüseanbau ergänzt und erweitert. Mit dem Neubau des Laborgebäudes und dem Bau von Treibhäusern für Forschungszwecke werden bisherige, veraltete Anlagen ersetzt. Das prägnante, klar lesbare Volumen für den Laborneubau zeichnet sich durch seine einfache Innenhof-Typologie aus. Die Treibhäuser sind der optimierten Sonnenbestrahlung entsprechend auf zwei Geländeniveaus angeordnet.

Minergie P-Eco
Die besonderen Anforderungen an den Entwurf waren die Erfüllung der Kriterien für Minergie-P-Eco. Diese strengen Vorgaben bei der Projektierung eines Labor- und Forschungsgebäudes sind erstmalig und wurden bisher noch nie umgesetzt. Die ideale Ausrichtung im Gelände und die äusserst kompakte Form des Gebäudes schaffen in Kombination mit dem überdachten Innenhof die ideale Grundlage für ein energieoptimiertes Gebäudekonzept. Die angewandten nachhaltigen Konstruktionsmethoden sowie die Konzepte der Haustechnik ergänzen die gewählte Innenhof-Typologie in optimaler Weise. Bei der Auswahl der Materialien wurde insbesondere auf den Grauenergie-Faktor und die Wiederverwendung grossen Wert gelegt.

Fassadenkonzept
Die äussere Schicht der Fassade ist aus der Form und der Funktion der schützenden Hülle eines Getreidekorns abgeleitet. Das Konzept der inneren Schicht ist aus den funktionalen und technischen Anforderungen einer Laborfassade heraus entwickelt. Beide Fassadenelemente ergänzen sich und erfüllen in Kombination mit der niedrigen Gebäudehüllzahl die hohen Anforderungen an Minergie-P-Eco.

Bauherrschaft
Bundesamt für Bauten und Logistik BBL, Bern

Zeitraum
2009 – 2010