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Freizeit & Kultur

Neubau Pavillon St. Johanns-Park Basel

Der Pavillon am Rheinufer Basels bietet ein Dach für verschiedenste Aktivitäten der heterogenen multikulturellen Quartiersbevölkerung. Das Gebäude hebt durch seine Einfachheit, Leichtigkeit und Transparenz den Park und die Flusslandschaft bewusst als Dominanten hervor. Die reduzierte Materialisierung und die Eingeschossigkeit des Gebäudekörpers unterstreichen dieses Anliegen.

Die drei Flügel des Baukörpers bilden die wesentlichen Funktionen des Programms deutlich ab: Die Cafeteria mit dem Blick zum Fluss und einer davor gelagerten grosszügigen exponierten Terrasse; das Foyer mit Quartiersbüro orientiert zum Stadtviertel St. Johann; und der «Spilruum» für die Kinder; eingebettet in den waldartigen Hain, mit seinen Spiellichtungen als Orte des Entdeckens. Einerseits werden so die Funktionen deutlich voneinander getrennt, die fliessende Raumfolge ermöglicht andererseits spannende Aus- und Einblicke innerhalb der Figur und eine starke Beziehung zum Park.

Die äussere Haut des Pavillons bilden hölzerne Fichtenstützen, die – in einem alternierenden Rhythmus dreier Module (60-90-120 cm) gegliedert – Licht und Schatten modellieren und durch das natürliche Material eine Analogie zu den Bäumen darstellen. Das Dach als fünfte Fassade ist extensiv begrünt. Die Tragstruktur sind vorgefertigte Holzelemente, die durch ihre Verkleidung aus OSB- oder Dreischichtplatten auch im Inneren erfahrbar ist. Den vorwiegend warmen, hölzernen Oberflächen steht der raue, steinerne Hartbeton als Bodenbelag gegenüber. Dieser verbindet durch seinen fliessenden Übergang in den Aussenraum das Gebäude mit dem Park. Die technische Gebäudeausstattung ist sichtbar. Die Anordnung von Deckenbeleuchtung und Deckeninstallation bildet die gewachsene Aststruktur der Bäume nach.

Bauherrschaft
Kanton Basel-Stadt
Christoph Merian Stiftung, Basel

Zeitraum
2007 – 2012

Investitionssumme
2,2 Mio. CHF

Auftrag 
Architektur, Ausführung