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Verwaltung

Erweiterung Polizeipräsidium und Anbindung an den Bestand, Offenburg

Der Erweiterungsbau ist Bestandteil einer ehemaligen Kasernenstruktur, welche an eine neu entstandene Bebauung grenzt, die durch Schulen, Sportstätten oder Seniorenheime genutzt wird. In architektonischer Ausformung und im Volumen stehen sich die massive Kasernenbebauung und die niedrigere, in eine parkähnliche Landschaft eingebettete Bestandsbebauung gegenüber. In diesem Spannungsfeld vermittelt der Erweiterungsbau durch seine gestalterische Qualität und durch sein kompaktes niedriges Volumen.

Der Neubau schließt im Süden mit der Flucht des Bestandsgebäudes ab. Zwischen beiden Gebäuden entsteht eine Torsituation, die in einen begrünten Innenhof mündet. Die neu angelegte städtebauliche Figur lässt durch ihre L-Form zwei Situationen mit unterschiedlichen Qualitäten entstehen:
- Fahrverkehr und Parkplätze an der Außenseite im Süd-Westen
- Bereiche für Kommunikation und Erholung im geschützten Inneren Durch diese klare Zuordnung entsteht einerseits eine funktionale Verkehrssituation mit optimierter Zuwegung; andererseits wird eine hohe Aufenthaltsqualität erreicht, welche zu einer Identifikation der Mitarbeiter mit dem Arbeitsplatz führt.

Der Neubau des Polizeipräsidiums Offenburg ist ein Erweiterungsbau, der Gestaltungsprinzipien des Bestandsgebäudes aufnimmt und neu interpretiert. Das bestehende Gebäude gliedert sich in einen Sandsteinsockel, eine verputzte Mittelzone sowie eine Aufstockung, die in ihrer Konstruktion und Materialität leicht wirkt. Der Erweiterungsbau setzt ebenfalls auf einen massiven Sockel und eine Auflösung in den oberen Geschossen. Er ergänzt den Bestand und vermittelt gleichzeitig zwischen der massiven Bebauung der ehemaligen La Horie-Kaserne und den geplanten bzw. bereits vorhandenen Wohn- und Schulneubauten sowie der parkähnlichen Landschaft; daher wird hier nur die Erdgeschosszone massiv ausgebildet. In den oberen drei Geschossen löst sich die Fassade durch eine horizontale Bänderung auf, verliert aber nicht den Bezug zum Sockel. So wird die unterschiedliche Nutzung der jeweiligen Geschosse ablesbar: In der Fassade des Sockelbereiches findet in Sandtönen eingefärbter Beton mit hellgrauen Metallfenstern Verwendung; in den oberen Geschossen sind die Fensterbänder durch horizontale auskragende Metallpaneele vor die Metall-Vorhangfassade gefasst, die oberhalb der Fenster den außenliegenden Sonnenschutz aufnehmen.

Bauherrschaft
Vermögen und Bau Baden-Württemberg,
Amt Freiburg

Zeitraum
Planung 2014

Investitionssumme
12.5 Mio. EUR